Weiterbildungen werden bis zu 100 Prozent gefördert

Seit Januar 2019 konnten in Sachsen über 2.300 Frauen und Männer mit den neuen Weiterbildungszuschüssen gefördert werden. Die Zuschüsse für die Qualifizierung von Beschäftigten gibt es erstmals für alle Interessierten – unabhängig von der Größe des Betriebes. Beispielsweise können für die über 260.000 Mitarbeiter in den rund 86.000 sächsischen Kleinstbetrieben bis zu einhundert Prozent der Weiterbildungskosten bezuschusst werden. Auch für große Betriebe gibt es seit dem vergangenen Jahr diese neue Weiterbildungsförderung.

Je kleiner der Betrieb, desto größer die Förderung. Unter diesem Motto will die Bundesagentur für Arbeit (BA) den Unternehmen helfen, in die Kompetenzen ihrer Mitarbeiter zu investieren. Der Strukturwandel und neue Technologien stellen Unternehmen vor große Herausforderungen. Die Antwort der BA darauf ist lebenslanges Lernen und Weiterbildung. Dabei hilft sie den Unternehmen und Menschen in Sachsen.

Seit Januar des vergangenen Jahres können Weiterbildungskosten für alle Mitarbeiter finanziert werden – unabhängig von der Größe des Betriebs oder des Qualifizierungsziels. So werden in Kleinstunternehmen (weniger als zehn Mitarbeiter) einhundert Prozent der Weiterbildungskosten durch die Arbeitsagentur oder das Jobcenter gezahlt. In kleinen und mittlere Unternehmen (zehn bis 250 Mitarbeiter) können bis zu 50 Prozent und in größeren Betrieben (250 bis unter 2.500 Mitarbeiter) bis zu 25 Prozent übernommen werden. Selbst in großen Betrieben, mit mehr als 2.500 Beschäftigten, können bis zu 15 Prozent der Lehrgangskosten übernommen werden. Eine Besonderheit gibt es für die Weiterbildung von älteren Beschäftigten (ab vollendetem 45. Lebensjahr) oder Schwerbehinderten. In diesen Fällen gibt es bis zu 100 Prozent, für kleine und mittelständische Unternehmen.

Zusätzlich können Lohnzuschüsse für die Zeit der Teilnahme an einer Weiterbildung für alle Qualifizierungen gezahlt werden. Je nach Unternehmensgröße können bei großen Unternehmen bis zu 25 Prozent und bei Kleinstunternehmen bis 75 Prozent des Arbeitsentgeltes an den Betrieb erstattet werden. Eine Ausnahme gibt es, wenn die Weiterbildung zu einem Berufsabschluss führt. Hierfür werden bis zu 100 Prozent des Arbeitsentgeltes an den Arbeitgeber zurückerstattet.

Mit dem Qualifizierungschancengesetz wird auch für Arbeitgeber das Beratungsangebot ausgebaut. Mit der Qualifizierungsberatung der Arbeitsagentur wird Unternehmern geholfen, frühzeitig die Qualifizierungsbedarfe in der eigenen Belegschaft zu erkennen. Der erste Ansprechpartner für die Unternehmer ist der Arbeitgeber-Service (AGS) der örtlichen Agentur für Arbeit.

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