Oldtimerersatzteile aus 3D Druck

Oldtimer werden immer beliebter. Ersatzteile in guter Qualität zu bekommen, wird jedoch schwieriger. Selbst für noch relativ junge Fahrzeuge aus den Achtzigern oder Neunzigern. Das Unternehmen Oldtimerparts löst diese Probleme. Es bietet den 3D Druck und die Rekonstruktion von defekten Oldtimer Ersatzbauteilen aus Kunststoff, Metall, Elastomeren und anderen Materialien an.

Der Auftragsprozess läuft digital ab. Kunden schicken ihr kaputtes Bauteil oder dessen Maße an Oldtimerparts. Diese erstellen ein 3D Modell oder führen einen 3D Scan durch und drucken einen Probekörper, um die Maßhaltigkeit zu testen. Je nach Material und Stückzahl sucht das Team einen passenden Fertiger, welcher die geforderte Qualität liefern kann. Aktuell arbeitet das Unternehmen mit 10 europäischen Fertigern zusammen. Drei haben ihren Sitz in Leipzig. Zur Anwendung kommen neben dem 3D Druck von kleinen Kunststoffteilen wie Clips oder Zahnräder auch andere Fertigungsverfahren. Ersatzteile aus Metall, wie Türgriffe oder Scheinwerfer-Verkleidungen, werden mittels Formguss oder selektivem Laserschmelzen rekonstruiert. Rückleuchten oder Blinker alter Fahrzeuge werden im Gussverfahren wiederhergestellt. Das Team bekommt hin und wieder auch besondere Kundenaufträge. Ein Kunde wollte z.B. einen Metallbügel einer Armani Brille aus den 70er Jahren rekonstruiert haben. Oldtimerparts konnte helfen und arbeitet seither mit Europas größtem Fertiger im 3D Druck aus Belgien zusammen.

Student der Westsächsischen Hochschule Zwickau ist Mitgründer

Oldtimerparts ist ein junges Start-up, mit Sitz in Leipzig, welches 2018 gegründet wurde. Drei Jungunternehmer aus Leipzig, Berlin und Zwickau arbeiten gerade an der Digitalisierung des Auftragsprozesses. Eric Böhner ist einer von Ihnen. Er studiert Wirtschaftsingenieurwesen an der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) und schreibt an seiner Diplomarbeit. Gemeinsam mit Hauptgründer Philipp arbeitete er am ersten Geschäftskonzept, welches 2018 bei dem Leipziger Startup Weekend gewann. Ideengeber Philip ist Ingenieur der Elektrotechnik, Eric als Wirtschaftsingenieur bringt das notwendige Wirtschafts-know-how ein. Drittes Teammitglied, Fabian Häckermann, ist Informatiker und ergänzt das Wissen seiner Kollegen. „Meine persönlichen Leidenschaften sind Motorräder und der VW Bulli, deshalb kann ich mich mit dem Thema identifizieren“ betont Eric. Durch sein Studium an der WHZ, welches eine Kombination aus Technik und Wirtschaft ist, lernte er anwendungsspezifische Inhalte. Rechnungswesen, 3D Konstruktion oder Projektmanagement waren hilfreiche Module in seinem Studium.

Datenbank im Aufbau

Das Team, welches in drei deutschen Städten sitzt, arbeitet vor allem digital zusammen. Im zwei Wochenrhythmus treffen sich die Jungunternehmer in einer Skype-Konferenz. Einmal in Quartal gibt es ein Treffen in Berlin. Darüber hinaus vergeben sie auch Aufträge an Designer aus Indien oder an Entwickler aus Kolumbien. Aktuell bauen sie eine große Datenbank mit 3D Modellen und Fertigern auf. Ziel des Unternehmens ist es, den Auftragsprozess voll automatisiert über die Website zu realisieren.

Oldtimerparts ist auf der Suche nach Partnern im Bereich Optische Technologien und weiteren Fertigungstechnologien wie z.B. CNC-Fräsen. Die Zusammenarbeit mit Partnern ist dem Team wichtig, um Erfahrungen zu sammeln und realitätsnahe Probleme lösen zu können.

Kontakt: https://oldtimerparts.de/

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