2. Automotive Konferenz zur Internationalen Zusammenarbeit

Am 28.02.2019 trafen sich im Innovations- und Gründerzentrum in Barleben bei Magdeburg Experten der Automobil- und Zulieferindustrie, Vertreter der Wissenschaft und Politik sowie Interessierte aus Thüringen und Sachsen-Anhalt zur 2. Automotiven Konferenz zur Internationalen Zusammenarbeit. Sie erörterten an praxisbezogenen Beispielen aktuelle Herausforderungen der E-Mobilität und der unter­nehmerischen Entwicklung in den gegebenen Zeiten des Strukturwandels der Branche. Dabei wurden in der begleitenden Ausstellung auch Aspekte der Fachkräftequalifizierung diskutiert und unterneh­merische Kooperationen angeboten. Unter aktiver Teilnahme des Staatsekretärs im Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung Sachsen-Anhalts, Dr. Jürgen Ude, sprachen ge­standene Unternehmer über die notwendige und qualitativ hochwertige Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Besonderen Anklang fanden aber auch die Ausführungen von Gründern unterschiedlicher Startups aus dem High-Tech-Umfeld zu ihren unternehmerischen Ideen, ihren ersten Schritten in den Markt sowie zu beiderseits positiven Erfahrungen bei einer Kooperation mit bereits etablierten Firmen.

Aber auch die fachlichen Diskussionen kamen nicht zu kurz. So beeindruckte die Präsentation des Geschäftsführers der Sioptica GmbH aus Jena. Das vor einigen Jahren erst gegründete Unternehmen entwickelt schaltbare Sichtschutzlösungen für Entertainment-Systeme im Fahrzeug. Displays sollen so gestaltet werden, dass ein Fahrzeugführer während der Fahrt nicht von seinem verantwortlichen Handeln durch bewegte Bilder und Informationen abgelenkt wird, die Beifahrer aber ihrem umfas­senden Interesse der visuellen Nutzung ungestört und in hoher Qualität nachgehen können. Interes­siert nahmen die Teilnehmer auf, dass ein noch kleines Expertenteam sowohl den Markt der Auto­mobilindustrie bedienen als auch zugleich Applikationen in eher consumer-orientierten Bereichen entwickeln kann und dabei jeweils als Know-how-Träger für internationale Großindustrie tätig ist.

Ein weiterer Beitrag der Ambulanz Mobile GmbH & Co. KG aus Schönebeck zeigte, welche Innova­tionsfähigkeit in puncto Sicherheit, Aerodynamik, Ergonomie und Einsatz innovativer Materialien ein Sonderfahrzeugbauer und Aufbauhersteller von Rettungs-, Krankentransport- und Notarztfahrzeugen erbringen muss, um mit etwa 250 Beschäftigten einen internationalen Markt erfolgreich bedienen zu können. Gerade die internationale Kooperation und internationale Märkte waren besondere Stich­worte in Barleben.

Den guten Erfahrungen der ersten Konferenz dieser Reihe folgend war in diesem Jahr Mexiko das Gastland der Veranstaltung. Das lateinamerikanische Land zählt mit über vier Millionen Fahrzeugen pro Jahr zu den wachsenden Herstellerländern. Das haben nicht nur deutsche Automobilhersteller erkannt. Auch für die großen Zulieferer wird Mexiko immer wichtiger. Das Auto­land Mexiko ist ein Exportland und dies nicht nur mit Exporten in die USA. Was vormals mit dem VW Käfer begann, setzt sich in der Gegenwart mit der weltweiten Produktion des Audi Q5 und des VW Tiguan Allspace fort. Eine besondere Wertschätzung erfuhr die Konferenz dabei durch die Teilnahme des mexikanischen Botschafters in Deutschland, Exzellenz Rogelio Granguillhome Morfín. In seinen Ausführungen sprach der Botschafter über die wesentlichen gesellschaftlichen Ziele für die weitere wirtschaftliche Entwicklung Mexikos, über eine damit verbundene Unterstützung der klein- und mittelständischen Industrie sowie über den aktuellen Stand der Verhandlungen und die Bedeu­tung eines ratifizierungsfähigen Abkommens zwischen den USA, Mexiko und Kanada.

Nicht nur die Teilnehmer der Konferenz, auch die Lücke Team International GmbH und das sachsen-anhaltische Cluster MAHREG Automotive, als gemeinsame Veranstalter der Konferenz zeigten sich zufrieden über einen gelungenen Branchenaustausch. Man darf gespannt sein, welches Gastland in der dritten Auflage der Veranstaltungsreihe ausgewählt und wie sich die Konferenz in seiner län­derübergreifenden Ausrichtung weiterentwickeln wird.

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