Betriebserkundung von Schülergruppen in gewerblich-technischen Unternehmen unter Nutzung praxisbezogener schulischer Lernbereiche

+++ ACOD entwickelt Leitfaden für Ausbildende in Sachsen und Sachsen-Anhalt +++

Erfahrungen zahlreicher Unternehmen - darunter auch aus dem Bereich "Automotive"- zeigen, dass herkömmliche Wege und Instrumente der Ansprache und Gewinnung von Auszubildenden allein nicht mehr ausreichen.

Wenn Jugendliche im Rahmen der Berufsorientierung das erste Mal einen Betrieb besucht haben, stellen sich trotz guter Vorbereitung der betrieblich Verantwortlichen immer wieder die Fragen: "Was haben die Jugendlichen mitgenommen?" "Haben wir sie wirklich erreicht?" Und: "Werden sie wiederkommen?" Ein Unternehmen - auch das zeigt die Praxis - hat meist nur eine Chance, sich den Schülerinnen und Schülern in seiner Lebendigkeit zu präsentieren.

Ein bisher wenig genutztes Potenzial, Neugier und das Nachfragen bei Jugendlichen "zu provozieren", ist die Suche nach Momenten im Arbeitsprozess der Belegschaft, die bei jungen Leuten Fragen aufwerfen und Überraschendes zu Tage fördern können. "Begeisterung" wird in starkem Maße von Momenten und "Augenblicken", die bei Jugendlichen Fragen erzeugen, gesteuert. Diese Momente, die im Arbeitsprozess "verborgen" sind, gilt es als "Orte des betrieblichen Lernens" zu analysieren, systematisch aufzubereiten und im Azubimarketing zu testen.

Der ACOD hat in diesem Kontext einen Leitfaden für Ausbildende entwickelt – mit dem Ziel, Ausbildende auf Betriebserkundungen von Schülergruppen der Sekundarschule in Sachsen-Anhalt sowie der Oberschule im Freistaat Sachsen, unter Nutzung des in der Schule vermittelten industrierelevanten Wissens, vorzubereiten und somit Unternehmen als einen Ankerplatz außerschulischer Lernorte für interessante Lerninhalte und Lernquellen zu platzieren. Schülerinnen und Schüler sollen durch die Lösung konkreter Erkundungsaufgaben für gewerblich-technische Berufsbilder begeistert und Neugier am gastgebenden Unternehmen erzeugt werden.

Denn: Gelingt es Ausbildungsbetrieben bei Jugendlichen auf Anhieb Aufmerksamkeit, Interesse, Neugier, Überraschungen und sogar Begeisterung zu erzeugen, erhöhen sich die Bindungschancen an das Unternehmen.

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Förderkennzeichen (FKZ): 21JP05043
Projektlaufzeit: 01.12.2019 bis 30.11.2022
 

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